Leitzach Mündung

Tempo50-30-Gesamtplanung

Vorschlag für Tempo50-30-Bedarfsnetz

Am 23.01.2019 wurde der Gemeinderatsantrag im Arbeitskreis bei 12 Anwesenden, darunter mehrere Gemeinderäte, verabschiedet und daraufhin eingereicht.
Erläuterung des Konzepts mit Einbettung der Ergebnispläne für Feldkirchen-Westerham-Feldolling, Vagen sowie Aschbach-Altenburg-Reit siehe T50-T30-Bedarfsnetz-Erlaeuterung

Am 16.10.18 war im Umweltausschuss ein Beispiel eines T50-T30-Bedarfsnetzes für Feldkirchen-Westerham-Feldolling präsentiert und das Konzept der Agenda21 einstimmig (11:0) befürwortet worden: „Der Umwelt- und Energieausschuss empfiehlt die Erörterung und Dokumentation eines Tempo-50-Tempo-30-Bedarfsnetzes als grundsätzliche Orientierungshilfe durch den Gemeinderat.

Zur Erörterung in Vagen siehe >> >> T50-T30-Vagen .

Bei der Diskussionsveranstaltung des Ortsrates Vagen am 23.11.2018 wurden allgemeine und ortsspezifische Argumente erörtert. Zusammenfassung siehe S.15-17 der obigen pdf-Datei. Das Votum PRO/CONTRA großflächige T30-Zone Vagen hatte am 23.11.  28:12 (70% pro) ergeben. In Unterschriftenlisten konnten alle Vagener Bürger*innen ihr PRO- oder CONTRA-Votum abgeben, welches der Ortsrat dann anonoym auswertet und bekannt gab. 58 Prozent befürworten eine großflächige Tempo30-Zone. Die Kreisstraße kann entsprechend der vom Ortsrat befürworteten Vorlage vorfahrtsberechtigt bleiben.


Zur Entstehung des Konzepts:

Bei der öffentlichen Diskussion im AK Verkehr am 24.1.18 in der Gaststätte Mangfallhalle konnten die zehn Teilnehmer Konsens zu einem Tempo50-30-Gesamtnetz-Vorschlag für die Gemeindeteile Feldkirchen, Westerham, Feldolling und Vagen erzielen: Demnach sollen wichtige Verbindungsstraßen auch zukünftig weitgehend Tempo 50 erlauben. Im Sinne des vom Gemeinderat im März 2000 einstimmig beschlossenen Agenda21-Leitbilds/Verkehr  („… Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmer im innerörtlichen Bereich…“) soll aber für die übrigen Bereiche Tempo30 als Regelhöchstgeschwindigkeit angestrebt werden. Mit diesem Konzept könnten Sicherheit und Aufenthaltsqualität nachhaltig verbessert werden.

Die ohnehin in vielen Einzelentscheidungen immer wieder erfolgende Einbeziehung der Bürger war im AK Verkehr als Chance gesehen worden, einmal systematisch das gesamte innerörtliche Straßennetz in den Blick zu nehmen. Mit fachkundigen Vorarbeiten der DE Westerham wurde eine Karte für die Kerngemeinde erarbeitet. Sie zeigt neben der Ausdehnung bereits bestehender Tempo30-Zonen auf vergleichbare Wohngebiete auch Tempo30-Strecken mit Vorfahrtsberechtigung und ist insbesondere mit dem Tempo30-Beschluss des Bauausschusses vom 6.2. zur Aiblinger Straße kompatibel. Für einige Detailstrecken verweist die Karte auf potentielle Gemeinderatsentscheidungen, etwa zu Passagen von Kindergärten, Schule, Seniorenzentrum und Kirche. Die Arbeitsgruppe war sich nach intensiver Detailarbeit einig, das Konzept sinngemäß auch auf Vagen auszudehnen.

Der Plan stellt nach einhelliger Meinung der Agenda 21 insgesamt einen guten Kompromiss der unterschiedlichen Bedürfnisse des motorisierten Verkehrs sowie der Radfahrer und Fußgänger dar: Mobilität und Sicherheit/Aufenthaltsqualität/Lärmminderung. Als wesentlicher Baustein einer Verkehrsberuhigung mit dem Ziel der Steigerung der Lebensqualität in unseren Dörfern würde die Initiative auch in ein umfassenderes Verkehrskonzept der Gemeinde passen und den im Mai 2016 einstimmig beschlossenen Lärmaktionsplan mit Leben erfüllen.

Nachdem auch Gemeinderäte aus verschiedenen Fraktionen anlässlich der Bauausschussentscheidung (6.2.) zu Tempo30 auf der Aiblinger Straße für eine Gesamtplanung potentieller innerörtlicher Tempobeschränkungen plädierten, hofft die Agenda21, dass ihr Tempo50-Bedarfsnetz-Vorschlag für eine konstruktive Erörterung im Gesamtgemeinderat aufgegriffen wird.

Selbstverständlich ist - insbesondere in den Ortsräten - noch die Diskussion über Verbesserungen willkommen.