Leitzach Mündung

21 Jahre AGENDA21 Workshop mit dem Gemeinderat

Einführungsvortrag

Helmut Schulte, der Sprecher der Lokalen Agenda 21 erläuterte in seinem Einführungsvortrag zunächst, was Agenda 21 ist und wie sie entstand. Auslöser war die große UNO-Konferenz in Rio de Janeiro 1992 zum Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Unter den dort verabschiedeten Dokumenten ist auch das Aktionsprogramm Agenda 21, eine Handlungsanleitung für Staaten, Kommunen und jeden einzelnen Bürger, um die in den anderen Deklarationen (Walderklärung, Klimakonvention, Konvention über die biologische Vielfalt) formulierten Ziele zu erreichen. Es folgten weitere Konferenzen, wie 2015 in New York der Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung und zahlreiche Konferenzen zum Klimaschutz, wie 2015 in Paris, wo das 1,5°C-Ziel zur Begrenzung der Erderwärmung verabschiedet wurde.
Auf lokaler Ebene gründeten sich in vielen Kommunen lokale Agenda 21, so auch 1997 in Feldkirchen-Westerham. Eine Gruppe aktiver Bürger erarbeitete ein Leitbild, das 2000 vom Gemeinderat gebilligt wurde. Mit verschiedensten Aktionen und Projekten machten sie auf die Notwendigkeit einer nachhaltigen Lebens- und Wirtschaftsweise aufmerksam. Von Seiten des Gemeinderats waren die Einsetzung des Arbeitskreises Energie, die Erstellung eines Energiekonzepts, sowie die Schaffung einer Stelle für Klimaschutzmanagement wichtige Schritte. Zu erwähnen ist außerdem die Gründung des „Sozialen Netzwerks“.

Workshop

In Anbetracht der Probleme wie Bevölkerungsentwicklung, Klimawandel, Verlust an Biodiversität besteht weiterhin großer Handlungsbedarf, auch auf kommunaler Ebene.
Der Frage „wie kann sich die Gemeinde Feldkirchen-Westerham im Rahmen des Agenda 21-Leitbilds weiterentwickeln“ war der zweite Teil des Abends gewidmet, der von Hans-Günther Brassel als Workshop in Form eines „Cafés“ moderiert wurde. Zu diesem Teil des Abends konnten sich die Teilnehmer an einem kalten Bio Buffet stärken, das umweltfreundlich und lokal von einem Westerhamer Bioladen produziert und geliefert worden war.
Jeweils acht Personen an einem Tisch sollten eine Impulsfrage diskutieren und ihre Ideen dazu aufschreiben. Nach 30 Minuten wechselten die Personen zu einem anderen Tisch und besprachen eine neue Frage. Die drei besprochenen Themen waren:
• Umweltfreundliche Energie und Wirtschaft,
• Grund und Boden als knappes und wertvolles Gut, sowie
• Fördern von gesellschaftlichem Miteinander.
Im Anschluss an die Diskussionsrunden wurde die herausragendste Idee jeder Tischgruppe kurz vorgestellt, etwa Gründung von zwei neuen Arbeitskreisen „seniorengerechte Gemeinde“ und „junge Generation“, Leerstandsmanagement oder Strom in Bürgerhand. Alle zu Papier gebrachten Vorschläge sollen ausgewertet und dann dem Gemeinderat vorgestellt werden.

Schluss

Zum Schluss dankte Helmut Schulte allen Anwesenden für die konstruktive Teilnahme und die geopferte Zeit. Dem schloss sich Bürgermeister Oswald an, der den Satz „Alle Beteiligten üben sich in gegenseitiger Wertschätzung“ besonders hervorhob. Er wünschte sich, dass in diesem Sinne weitergearbeitet werden soll und regte für den Herbst eine öffentliche Veranstaltung zu Agenda 21 an.

Auswertung der Ergebnisse (Downloads)

Die Ideensammlung der Gruppenarbeit wurde im Nachgang von der LA21 aufgearbeitet und am 24.9.19 im Gemeinderat vorgestellt.

Fotodokumentation der Ideen PDF

Erfassung der Vorschläge PDF

Zusammenfassung der Vorschläge PDF

Vorschläge für Gemeinderatsbeschlüsse PDF

Bericht im Gemeinderat